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BIEDERMEIER JUNGES DEUTSCHLAND - ZWISCHEN ZWEI REVOLUTIONEN: 1830-1848

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BIEDERMEIER JUNGES DEUTSCHLAND

GESCHICHTE:           ZWISCHEN ZWEI REVOLUTIONEN: 1830-l848

In den Jahrzehnten, die der Revolution im März 1848 vorausgingen, entstand in ganz Europa ein Nationalgedanke, der zusammen mit der sozialen Frage und den Veränderungen im Wirtschaftsleben Anlaß zur revolutionären Bewegung ab.

Die Freiheitkriege hatten die nationalen Hoffnungen nicht erfüllt. Einheit und Freiheit wurden dem deutschen Volk vorenthalten. Gegen die freiheitlichen Bestrebungen hatten die Kräfte der Restauration mit starker Zensur, Beaufsichtigung der Universitäten, Auflösung der Burschenscahften und Exilierungen reagiert.

Der Macht der Restauration stand in Europa das selbstbewußt gewordene Bürgertum gegenüber. In Frankreich hatte sich das Bürgertum zusammen mit der Proletariat in der Julirevolution 1830 die Macht erobert. Diese Revolution hatte einen großen Widerhall in ganz Europa und erwceckte die Sehnsucht nach liberaler Politik. In vielen Ländern entstanden geheimne Vereine  mit dem Ziel sozialer Gleichheit zu erreichen: das „junge Europa“ Mazzinis, die „Gesellschaft der Jahreszeiten“ Blanquis und das „Junge Deutschland“.



Bestimmend war die Rolle Englands gewesen, wo die industrielle Revolution stattgefunden hatte und sich mizt bürgerlichen Parlament das Prinzip des Wahlrechts, der Glaubens- und Pressefreiheit geltend gemacht hatte. Wirtschaftlich war das noch agrarische Deutschland im Vergleich zu England rückständig und auf einer vorindustriellen Stufe. Die politische Zersplitterung war ein großes Hindernis für die neugeborene Industrie: jeder Staat hatte Zollgebühren, eigene Münz-, Maß und Gewichtssysteme, was den freien Handel unter  den Staaten bremste  und ausländische Waren begünstigte.

Der Aufschwung der Naturwissenschaften und der Technik und die entsprechende Verbesserung des Transportsystems beschleunigte aber bald auch in Deutschlend den Aufstieg der modernen Zivilisation und den Übergang vom Handwerk zur Fabrik. Die Industrie gewann an Bedeutung und das Ruhrgebiet wurde das erste industrielle und wirtschaftliche Zentrum Deutschlands. Mit den entscheidenden Verbesserung der Spinnmaschinen und Webstühle wurde die Textilproduktion billiger. Handwerken ohne Arbeit bildeten zusammen mit den Bauern, das spätere industrielle Proletariat. Die Konzentration von Menschenmassen in den Großstädten trug zur Entstehung des Stadtproletariats bei, dessen revolutionäre Aktionen massiv unterdrückt wurden.

Auf der politischen Szene waren verschiedene Kräfte mit unterschiedlichen politischen Zielen und unterschiedlichen polirischen Methoden. Ersteres was das Ziel des bürgerlichen Liberalismus. Das gebildete und besitzende Bürgertum, strebte nach wirtschaftlicher Einheit und liberalen Vrfassungen. Ziel der meisten Liberalen war eine konstitutionelle Monarchie. Die Radikalen und die Demokraten wandten sich den unteren Klassen zu und sahen in der Revolution die einzige Möglichkeit zur Verwirklichung der Volkssouveränität. Den politischen Gruppen sowie dem Volk war der Nationalgedanke das Hauptziel.

Um die Jahresende 1847-l848 kam es zu Volkserhebungen  und Bauernrevolten in Südwestdeutschland; Metternich mußte nach England fliehen und alle deutsche Fürsten gewährten liberale Verfassungen.

Am 18. Mai 1848 trat in Frankfurt das erste gesamtdeutsche Parlament zusammen. Dieses liberale bürgerliche Parlament setzte sich als Ziel eine nationale Verfassung und eine zentrale Regierungsgewalt zu schaffen: es hatte keine reale Macht; es konnte vor allem das schwierugste Problem der territorialen Größe des deutschen Nationalstaates nicht lösen.

Ein Teil der Abgeordneten war fü ein „Großdeutsches Reich“ das alle deutschprachigen Länder umfassen sollte. Andere proierten einen „kleindeutschen“ Nationalstaat ohne Österreich unter der Führung des preußischen Königs. Diese zwei Lösung erhielt die Mehrheit der Stimmen, und Friederich Wilhelm VI. von Preußen wurde zum Keiser gewählt. Er weigerte sich aber, die Krone vom Parlament anzunehmen.

Im Juli 1849 wurde das Parlament vom Militär aufgelöst und mit der Hilfe des erneut installierten Deutschen Bundes wurden sogar die Grundrechte wieder abgeschafft.

DER BEGRIFF BIEDERMEIER

Die Bezeichnung „Biedermeier“ gilt für jene Kulturphänomen, die mit den sozialen Bedingungen der Jahre zwischen 1815 bis 1848 verbunden ist. Zunächst wird dieser Begriff in der Innenarchitektur und der Kleidermode angewandt. Erst in den Zwanziger Jahren des XX. Jahrhunderts wird er gebraucht um die unpolitische und konservative Literatur zu bezeichnen, die sich von 1830 bis 1850 parallel zu der Bewegung des „Jungen Deutschlands“ entwickelt hat.

Das Wort „Biedermeister“ erschien zum ersten Mal im Titel Die Gedichte des schwäbischen Schulmeisters Gottlieb Biedermeier und seines Freundes Horatius Treuherz, die als Satire und Parodie auf den naiven Bürger der Zeit der Reformation veröffentlich wurde. Die Biedermeierzeit ist von einer kleinbürgerlichen Geisteshaltung geprägt, charakterisiert durch eine Neigung zur Resignation, Zurückgezogenheit und Innerlichkeit, durch die Hinwendung zur privaten Behaglichkeit und durch die Indifferenz del Politik gegenüber. Es ist eine Familienkultur, die sich:

-         in der Pflichterfüllung

-         in der Bescheidenheit

-         in der Pflege der Vergangenheit

-         in einem undogmatischen christlichen Glauben realisiert.

BIEDERMEIER WOHNSTIL

Die Schlichtheit und Bequemlichkeit der neuen Bürgerkultur führt zu einer besonderen Mode in der Innenarchitektur. Die Möbel sind aus vorwiegend einheimischen Hölzern hergestellt. Durch Schweifungen und Rundungen, Stoffe gewinnen sie an Anmut und Eleganz, ohne ihre Einfachheit zu verlieren. Berühmt aus dieser Zeit sind die Kleinmöbel, wie Blumentische. Die Linie zeichnet sich durch drei klassizistische Motive aus:

  1. die Lyraform
  2. den Schwanenhals
  3. das Füllhorn

Der ornamentale Schmuck wird nur sparsam verwendet.

DIE KLEIDERMODE

Eine Fülle von Volants, Bändern, Schleifen, Faltenpartien, das Korsett, das Kinnband und die Kopfbedeckungen verleihen der Damenmode eine besondere Anmut und Dekorativität. Die Männer tragen lange Beinkleider, Frack, geblümte Westen, hohe Halskragen und Zylinder.

DIE MALEREI

Wir finden nicht mehr der nach Unendlichkeit strebende Mensch wie bei Friedrich steht im Mittelpunkt, sondern die bürgerliche Welt. Die Bilder sind realistischer geworden und schildern Themen aus dem Alltagsleben.

Auch die Natur wird anders gezeichnet: sie ist keine Phantasielandschaft mehr, sondern wird in ihrer Schönheit gesehen. Die wichtigsten Maler sind Adolf Menzel, der neben Vorstadtbilder auch bürgerliche Interieurs zeichnet, der Wiener Ferdinand Waldmüller, der Porträts und Landschaften malte, Ludwig Richter, der die Märchen der Brüder Grimm illustrierte, Moritz von Schwind, dessen Malerei eine Vorliebe für die Welt der Volks – und Heldendichtung, Carl Spitzweg. Bevorzugter Gegenstand seiner Malerei ist die kleine Welt der deutschen Kleinstadt. Sein weltberühmt Bild Der arme Poet zeigt einen armen Dichter, der ohne Heizung und Nahrung in einem ärmlichen Dachzimmer dargestellt wird.

http://www.azreferate.com/referate/epochen/Vormrz-Junges-Deutschland-Hist534.php

LITERATUR

Neben den letzten Nachklängen der Romantik behaupten sich verschiedene Strömungen, für die man gewöhnlich die Bezeichnungen „Biedermeier“, „Junges Deutschland“ und „Vormärz“ gebraucht.

Die Reaktion der Schriftsteller auf die Spannungen zwischen den feudalen Kräften der Restauration und der liberalen und revolutionären Opposition war zwifach: einige neigten zur Resignation, verdrängten die sozialen und politischen Probleme und suchten Zuflucht in der Intimität des Privaten, in der häuslichen Behaglichkeit (Biedermeier); andere versuchten, durch ihr direktes Engagement in den politischen Prozeß einzugreifen (Das Junge Deutschlend und die Literatur des Vormärz).

Beide nutzten die Möglichkeit um sich von den fürstlichen Mäzenen zu lösen und als freie Schriftsteller tätig zu sein. Zur Entfaltung des Informationswesens und des Buchmarktes hatten nämlich  vielen Fakoren beigetragen: Das Fortschreiten der Technik (Schnelldrückpresse und Papiermaschine), die Ausweitung der Institutionen die wachsende Alphabetisierung und die damit verbundene Steigerung der Informations-, Bildungs- und Lesebedürfnisse. Die Zahl der Buchtitel stieg und daneben wurden im Vormärz sehr viele Zeitungen, Broschüren und Flugblätter veröffentlicht.

Gegen die politisierte Autoren des Jungen Deutsschlad und des Vormärz war die Zensur besonders streng (z.B. in den „Karlsbader Beschlüssen“). Bald traf die Zensur einzelne Autoren oder ganze Verlange. Um der Zensur zu entgehen, griffen die Schriftsteller zu scheinbar harmlosen Literaturformen, wie den Reiseberichten, in denen sie ihre Gesellschaftskritiken versteckten, und zu fixtiven Verlagsorten, anoymen oder pseudonymen Publikationen. Das Nebeneinander verschiedener Tendenzen brachte eine Vielfalt der Stile und der Gattungen hervor: nämlich erschien auf der progressiven Seite die auf den politischen Alltag bezogene journalistische Prosa der Jungdeutschen, die politische Lyrik des Vormärz und die neue Dramatik Büchners.

DAS JUNGE DEUTSCHLAND

Die Bezeichnung „Junges Deutschland“ entstand in Analogie zu verschiedenen engagierten Geheimorganisationen, wie z.B. „La giovane Itallia“ Mazzinis.

In Paris hatten sich in den 30er  Jahren die exilierten Heinrich Heine und Ludwig Börne aufgehalten, die als Verläufer der deutschen Bewegung gelten; sie hatten in den Briefen aus Paris 1832-l834 (Börne) und den Französischen Schriften 1833 (Heines) c´von der französischen Revolution berichtet. Der Name „Das Junge Deutschland“ erschien zum ersten Mal in Ludolf Wienbargs programmatischer Kampfschrift Asthetische Feldzüge (1834).

Im Gegensatz zur „Giovane Italia“ fehlte den Jungen Deutschen ein klares politisches Programm; was sie verband, war die gemeinsame Ablehnung der Restauration, der reaktionären Kirche, der spießigen und heuchlerischen Moral, der Orthodoxie, mäßige Freiheiten, vor allem Meinungs- und Pressefreiheit, für die Liberalisierung der Sexualmoral und für die Emanzipation der Frau und der Juden ein. Sehr stark war der Einfluß con dem utopistischen Sozialismus Saint-Simons.

Im literarischen Bereich war ihnen die kriitische Einstellung zur Klassik und zur Romantik gemeinsam. Dieser „Kunstperiode“ warfen sie vor, sich vom politischen und sozialen Leben zurückgezogen zu haben. Die Dichtung sollte sich aber mit aktuellen Tagesfragen beschäftigen und dadurch auf das politische Bewußtsein des Publikums einwirkeen; formal sollte sie sich durch Gegenständlichkeit und Detailtreue auszeichnen.

Der bisherigen ästhetisch-idealischen Auffassung der Literatur, deren größter Vertreter, Goethe, heftig abgelehnt wurde, setzten sie das neue Prinzip historigraphischen Zeitliteratur entgegen, die zur Publizistik neigte und in der dementsprechend die Prosa die führende Rolle spielte.

Es gibt eine neue Funktion der Presse, dei nicht bloß als Informationsorgan, sondern als meinungsbildendes Medium mit künstlerischen Anspüchen verstnden wird. Neben den Redakteurtätigkeiten setzten dich die Jungdeutschen jedoch auch mit vielfältigen Prosaformen auseinander, vor allem mit dem Zeitroman.

Die Jungdeutschen einte die gleiche Tematik, die journalistiche Tätigkeit und der gemeinsame Versuch, durch die Literatur ein liberales Bewußtsein herauszubilden. Die Jungdeutschen bildeten weder eine Oragnisation, noch eine literalische Schule. Was sie zu einer Gruppe zusammenfaßte, war erst das Publikationsverbot durch den Bundestagdbeschluß (10.12.1835).

Trotz ihrer Einstellung zur Politisierung der Literatur und ihres Einsatzes für soziale Erneuerung blieben die Jungdeutschen hauptsächlich ideologische Theoretiker und Utopisten mit ihrem Programm eines lliteralischen Aktivismus.



Mit dem Jungen Deutschland behauptet sich der journalistiche Stil. Die Sprache der Publizistik ist logisch-argumentativ, witzig, polemisch, ironisch und satirisch.

BEVORZUGTE GATTUNGEN

Im Bereich der journalistischen Zweckprosa wurden von den Jungdeutschen jene Gattungen und Ausdrucksmittel bevorzugt, die eine kritische Stellungnahme zu politischen Tagesfragen ermöglichten.

Das Feuilleton: besonders pointierte Aufsätze und Kritiken, die sich mit geistigen, sozialen und kulturellen Themen befaßten und in denen Meinungen oft nur angedeutet wurden, um der Zensur auszuweichen;

Der Essay: ein argumentativer Text, in dem logisch aber subjektiv, aktuelle Themen behandelt werden. Er ist umfangreicher als das Feuilleton;

Die Skizze: ein kurzer, fragmentarischer Text ohne stilistische Ansprüche:

Die Reisebriefe: Berichte über Reisen, meist ins Ausland, in denen die Autoren hinter den Kommentarenn über ausländische Verhältnisse ihre kritische Meinungen über ihe eigenes Land verstecken. (Die größte Leistung à Heines Reisebilder)

Die Memoiren: subjektive Erinnerung und Meinungen in einem feuilletonischen Stil.

Die bevorzugte Romenform war vor allem der Zeitroman, der zur politischen Teilnahme anregen sollte.

In der Lyrik brachte vor allem Heinrich Heine bedeutende Werke hervor.

HEINRICH HEINE (1797-l856)

Heine („letzter, abgedankten Fabelkönig“ der Romantik) reflektiert die Wiedersprüche der Übergangszeit zwischen Romantik und Realismus, zwischen Bewahrung und Verneinung der Tradition; er war sowohl ein sentimentaler Dichter mit Neigung zur Asthetik als auch ein witziger Feuilletonist, der seine klare und bissige Prosa in den Dienst der politischen Modernität und sein Charm.

Heine war ein Kosmopolit, der von einem vereinigten Europa träumte, für Freiheit und Gleichberechtigung und gegen jegliche Einengung und Unterdrückung kämpfte.

Er wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf in einer judischen Familie goboren. 1816 wurde er von seinem Vater nach Hamburg zu seiner Onkel geschinkt, wo er den Beruf des Kaufmannes lernte. Seine Liebe zu seiner Kusine Amelie durchzieht seine erste Liedersammlung. Er studierte Jur ain Bonn, wo er in Kontakt mit Schlegel kam, und später in Göttigen und Berlin, wo er Hegel  kennenlernte. 1825 trat er zum Protestantismus über. Seine Konversion betrachtete er gleichzeitig als „Entréebillet zur europäischen Kulur“.

Die Frühlyrik Heines, Buch der Lieder (1816-l817) zeigte die Verzauberung der romentischen Stimmungen, das künstlerische Spiel der Phantasie, die Einfühlungsgabe in die Ntaur, die Musikalität der Klänge und Rhytmen. Das Leiden des lyrischen Ichs an der Liebe ist das Leitmotiv dieser Frühlyrik; Schwermut und Traurigkeit romantischer Liebesklage sindin den meisten dieser frühen Gedichten zu spüren. In anderen dagegen scheint der Dichter mit diesen Gefühlen zu spielen.

Die Ironie verliert bei ihm jede Virtuosität und wird zum Mittel um von den bürgerlichen Schwärmereien Distanz zu gewinnen. Hinter seiner Ironie steckt das Bewußtsein, daß das harmonische Zusammenleben von Mensch und Weltverlorengegangen ist. So schwankt er zwischen Traum und Wirklichkeir, Hoffnung und Enttäuschung, Romantik und Realismus.

Viele Gedichte haben einen schlichten, volksliedhaften Ton und wurden von Schumann und Schubert vertont.

Heines Reisen auf die Inseln, nach Engled, Italien setzte sich mit politischen und sozialen Tagesfragne auseinander. Seine Reisebildern (1826-l831) wurden in vier Bänden veröffentlicht. Das bekannteste Reisefeuilleton ist Die Harzreise, in der Heine den Wissenschaftsbetrieb am Beispiel der Universität Göttingen ironisch kritisiert und eine scharfe Satire gegen die Unterwürkeit des Volkes im feudalen Deutschland der Zeit richtet.

Im Sommer 1830 erreichte Heine die Nachricht von der Julirevolution in Prais: Paris wurde Heine zur zweiten Heimat. Dort wurde er mit dem Gedankengut Saint-Simons bekannt, einer radikal sozialpolitisch eingestellten Partei mit antichristlicher Einstellung und Sensualismus. In Paris schrie Heine für die Augsburger „Allgemeine Zeitung“ und berichtete über das politische und kulturelle Leben in Paris.

Die Bände, die seine Feuilletons, Skizzen und Essays erhalten, zählen heute zu seinen Hauptwerken. Heine richtete seine Satiren gegen deutsche Rückständigkeit und spießbürgerliche Feigheit. In seinen theoretischen Auseinandersetzung tritt er als eigentlicher Begründer der neuen engagierten Literatur hervor, so daß er wohl behaupten kann: „Das Junge Deutschland, das bin ich“.

Heine löste sich von der „Kunstperiode“ der Klassik und Romantik und gewann die Überzrugung, diese Zeit müsse „zu Grunde gehen, weil ihr Prinzip noch im abgelebten, alten Regime wurzelt“. Indem er sich der realistischen Prosa widmete, vollzog er den Übergang vom „Fabelkönig“ der Romantik zum Gründer des modernen literarischen Journallismus, der seinen subjektiven, ironischen Protest gegen die philiströse, provinzielle Gesellschaft richtete.

1843 lernte Heine Karl Marx und Friedrich Engels kennen. Sein Denken radikalisierte sich und seine Schriften orientierten sich noch mehr an die Politik. Zum Kommunismus hatte ein widerspruchsvolles Verhältnis: vom Prinzip ausgehend, daß „alle Menschen das Recht haben, zu essen“, war er einverseits davon überzeugt, daß „die Communisten einem Cosmopolitismus, einer allgemeinen Völkerliebe, einem Weltbürgertum aller Menschen huldigen“ und daß sie also viel christlicher als die „deutschen Maulchristen, die das Gegenteil predigen und üben“, seien. Andererseits aber sah er mit „Grauen und Schrecken“ ihr utitlitaristisches Denken und Handeln, das gegen seine Forderung nach Asthetik verstieß. Freiheit und Fortschritt sollten nämlich auch Kunst und Schönheit einschließen.

1843 fuhr Heine zum ersten Mal wieder nach Deutschland. Schon auf der Rückreise begann er seinen Reisebericht in Versen: Deutschland, ein Wintermärchen, eine starke, politische Satire auf das reaktionäre, rückständige Deutschland. Die vertrauten Bilder der Heimat erwecken aber zugleich in dem Dichter romantisch-sentimentale Gefühle der Schwermut.

Nach einer zweiten und letzten Reise nach Deutschland erkrankte Heine an Rückenmarkschwindsucht und blieb bis zum Ende seines Lebens an sein Bett. 1851 erschienen die Gedichte des Romanzero, die von Leiden und Pessimismus durchdrungen sind und sein letztes Werk Memoiren. Heine starb am 17. Februar in Paris.

Die Schlesischen Weber (Heinrich Heine)

Schlesien= Region/Tal von alten Deutschland bis zum zweiten Weltkrieg

jetzt à gehört zu Polen und Tschekien

dort herrschte eine Monarkie à Absolutische Regierung à Eine Art von Diktatur

1°Strophe= Man hat viel geweint und gelitten, man hat sogar nehr Kraft mehr zu weinen à Sie sind erschöpft, Ihre Kräfte sind am Ende, aber trotzdem arbeiten sie immer. Sie fletschen die Zähne, weil sie wütend und ängstlich sind (das ist eine Art von Verteidigung vor den Angriff): die Auflehnung ist gegen Kirche, Behördigen und Deutschland.

Intentionà Sie möchten sich gegen diese unerträgliche Lage auflehnen (rebellieren)

à das ist das Beginn von einer Revolution.

2°Strophe= Fluch gegen die Kirche

Die konkreten Leute von Gott (Bischfs, Pfarrer, Prister) haben ihnen nicht geholfen, weil sie auf der Seite der Behörde sind: sie vereinigten die Interesse der Prinzen, die untastbar sind.

3°Strophe=Fluche gegen den König und gegen die Leute die Macht haben.

Der Konig hat niche gemacht um ihnen zu helfen: er will nichts tun, weil sie in zwei verschiedenen Ebenen leben à der König sieht die Armut von den Schlesiern, aber er bleibt immer gleichgültig à Durch Steuer beraubt er die armen Leute und wenn sie rebellieren möchten, befiehlt er seine Soldaten diese armen Leute zu töten (ermordern).

4°Strophe= Fluch gegen Vaterland, also gegen Deutschland

Die Schlesien sagen daß dieses Vaterland falsch ist, weil sie die richtige Werten verloren vergesst hat: die positive Elemente sind jetzt alle gestürzt und es gibt nichts mehr Positives. Jetzt gibt es nur schlechte sachen, wie Moder (muffa) und Faulnis (marciume).

Sie sind auch gegen die Kultur, weil jede neue Idee (in allen Bereichen) wird von den Zänsur gebrochen (à jede Blume früh geknickt).




In Deutschland leben jetzt nur Würme.

5°Strophe= Diese Strophe erklärt die Intention der Schlesien

Die Weber möchten jetzt etwas machenà sie weben mit viel Eifer, sie sind stärker, aktiver und tätig geworden à sie möchten sich auflehnen à fliegen und krachen (Maschine) sind die Ankünftigung der Rebellion.                                        (Zur Beruhigung)

GEORG BüCHNER (1813 – 1837)

Der gröβte Vertreter des Dramas im Restaurationszeitalter war Büchner, ein Arztsohn, der mit 24 Jahren an Typhus starb. Die Faktoren, die sein Werk beeinflussten, waren sein revolutionäres Engagement und seine materialistische Weltanschauung. Er glaubte, man sollte die Bildung eines neuen Lebens im Volk suchen und die moderne Gesellschaft zum Teufel gehen lassen.

Auf seine materialistische Einstellung übten seine naturwissenschaftlichen Studien einen groβen Einfluss aus. Die Gewohnheit, die menschliche Seele in all ihren Aspekten zu untersuchen, spiegelt sich in seinen Werken wider. Als Student der Medizin und Naturwissenschaft verkehrte er in revolutionären Kreisen, war überzeugt, dass eine Veränderung der sozialen Verhältnisse nur durch die Tat, die Revolution, möglich ist.

In der Aufforderung zur revolutionären Praxis, unterschied er sich von dem abstakten Liberalismus der Jungdeutschen, die er scharf kritisierte. Er gründete die „Gesellschaft für Menschenrechte“ mit, eine geheime revolutionäre Vereinigung.

Seine erste Schrift war ein Flugblatt, „Der hessische Landbote“, in der er die oberhessische Landbevölkerung über ihre Ausbeutung und ihr Elend mit statistischen Argumenten informierte und sie mit dem Schlagwort „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“ zur Revolution aufrief. Von den Bauern denunziert, musste er fliehen und ging in Zürich, wo er promovierte.

Mit den Mechanismen und den Wiederspruch einer Revolution setzte sich Büchner in seinem Gedichtsdrama Dantons Tod auseinander, das auf einem intensiven Studium der Quellen der französischen Revolution beruhte. In der Gestalten Danton und Robespierre werden zwei gegensätzliche revolutionäre Haltungen gegenübergestellt, die des radikalen fanatischen Revolutionsführers und die des gemäβigten Epikureers.

Beide sind für den Ausgang der Revolution verantwortlich, verursachen jedoch, die einige Schuld zu rechtfertigen. Beide haben aus der Sicht des Verfassers ihre Wahl unter dem Zwang des Schicksals getroffen. Hier kommt Büchners Überzeugung vom „Fatalismus der Geschichte“, die des autonomen Menschen steht.

Am Ende ist es das Volk, das zum Opfer der Geschichte wird. Das Volk wird in Dantons Tod zum ersten Mal in der Geschichte des Dramas zum konkreten Protagonist. Auch die Verwendung dokumentarischen Materials für die Darstellung historischer Szenen ist eine Neuheit, die Büchner zu einem Vorläufer des modernen dokumentarischen Theaters macht. Im Aufbau antizipiert er das epische Theater, im Sprachstil er Elemente des viel späteren Expressionismus vorweg, z.B. Satzfetzen, starke emotionale Ausbrüche.

Lenz ist Büchners einziges, aber unvollendetes Prosawerk. In dieser Erzählung schildert er mit analytischen Distanz die geistigen Störungen des Sturm und Drang – Dichters Lenz. Mit diesem Dramatiker fühlte sich Büchner ideell verwandt; ihre Gemeinsamkeit bestand vor allem in der Ablehnung der für Klassik und Romantik typischen Idealisierung der künstlerischen Existenz. Auch in Lenz verband Büchner das Studium authentischer Quellen mit seiner eigenen dichterischen Freiheit und Phantasie und mit seiner Sprachkraft.

Trotz der Traumatmosphäre und der zarten Liebesszenen kommt auch in dem Lustspiel Leonce und Lena Büchners Nihilismus zum Ausdruck. Dieser offenbart sich in der Langweile, die die aristokratische Gesellschaft beherrscht. Protagonisten sind der Prince Leonce vom Reich Popo und die Prinzessin Lena vom Reich Pipi. Sie werden von ihren Eltern verlobt, ohne dass sie sich kennen. Beiden fliehen, treffen sich zufällig, verlieben und verloben sich.

Im Mittelpunkt von dem Sozialdrama Woyzeck ist das von sozialen Verhältnisse verursachten Leiden. Dieses Leiden ist unvermeidlich, denn es ist von dem Gesetz des Schicksal determiniert.

Es ist das erste Drama der deutschen Literatur, das einen Vertreter des Vierten Standes auf die Bühne bringt. Der Held ist ein armer Soldat, der physisch und psychisch leidet, weil er von seiner Umwelt ausgebeutet und missbraucht wird. Als er seine treulose Geliebte ermordet, erschien er als Opfer einer unmenschlichen Gesellschaft. Büchners griff auf einen authentischen Fall zurück: 1821 hatte Woyzeck seine Geliebte aus Eifersucht getötet und war trotz seines Wahnsinns hingerichtet worden.

Büchners Werk wurde in seiner Zeit nicht nur stark zensiert, sondern auch gar nicht verstanden. Eine Wirkung seiner Werke fand erst viele Jahre nach seinem Tod statt.

WOYZECK

Woyzeck ist ein einfacher Soldat bei der Armee, ein Gelegenheitsarbeiter. Seine Armut ist so groß, daß er seinen Körper für wissenschaftliche Experimente des Militärarztes verkauft, der ihn als Versuchkaninchen mißbraucht. Er ist als total widerstandsloses Objekt und wiederholtes Dulter ausgeliefert: seine Gestik, sein Stammeln, seine Sprache, wie z.B. sein wiederholtes „Ja wohl“ im Gespräch mit dem Hauptmann bezeugen seine Wehrlosigkeit. Eng verbunden mit seinem Elend sind auch seine geistigen Störungen; er leidet nämlich an Hallutinationen und glaubt, Stimmen zu hören. Der einzige Halt in seiner Verzweiflung ist seine Geliebte Marie, die ihm ein Kind geboren hat. Als aber auch sie ihm durch den groben Tambourmajor entzogen wird, bricht seine angestaute Wut hervor: er läßt seinen apathischen Zustand hinter sich und töten Marie (Akt der Eifersucht). Woyzeck findet dann selbst den Tod im Wasser. Er ist nur von seinen Trieben und seinen Bedürfnissen abhängig. In diesem Begriff der sozialen Determiniertheit wird der „Antiheld“ Woyzeck vorbildhaftt für den Naturalismus. Die Szenen sind im Woyzeck wie Momentaufnahmen aneinandergereiht (offene Dreamenform), im Gegensatz zum klassischen Drama mit seiner festen Akteinteilung (geschlossene Dramenform).   (Der Hauptmann. Woyzeck + Beim Doktor)

DER REALISMUS

GESCHICHTE: BISMARK – REICHSGRUNDUNG (1848-l890)

bürgertum: und politik

Das liberale Bürgertum zog (ritirarsi) nach dem Scheitern (fallimento) der Revolution 1848 aus der Politik zurück und überließ dem Feudaladel weiterhin die politische Macht. Es behielt (trattenere) aber die wirtschaftliche und kulturelle Vormacht (supremazia) für sich: Industrie und Technik, Wissenschaft und Forschritt, Bildung und Kunst.

bismark, der eiserne kanzler

Die deutsche Einheit schien nach 1848 wegen der starken Rivalität zwischen Preußen und Osterreich unrealisierbar. Die Einigung war eine Schöpfung von Otto von Bismarck, der 1851 die politische Szene betrat (mettere in piedi) und nie seine monarchische Denkweise und die Überzeugung, dass alle Fragen der Politik unter dem Gesichtspunkt (punto di vista) der Staatsraison und der staatlichen Machtinteressen gesehen werden sollten, verleugnete (rinnegare). Bismarcks Politik, die den preußischen Landtag (consiglio) abwertete (svalutare), dem Volk eine 3jährige Wehrpflicht (servizio militare obbligatorio) und unangemessene (inadeguati) Steuern auferlegte (imporre), wurde von preußischen Volksvertreten abgelehnt. Als Bismarck aber 1862 von Wilhelm von Preußen zum Ministerpräsidenten ernannt wurde, war bereit, auch gegen das Parlament zu regieren.

krieg gegen österreich

Bismarck fand den Vorwand (pretesto) zum Krieg gegen Osterreich in einer Streitigkeit um die Verwaltung der Herzogtümer Schleswig und Holstein, die die preußischen und österreichischen Truppen gegen Dänemark erobert hatten. Der Sieg gegen Osterreich war ein militärischer und politischer Erfolg. So entstand der „Norddeutsche Bund“: der deutsche Bund wurde ausgelöst, fast alle Gebiete nördlich Mains (Meno)wurden dem preußischen Staat einverleibt (annessi)und Preußen übernahm automatisch die Führerrolle bei der deutschen Einigung.

realpolitik

Nach diesem Erfolg war die Mehrheit im Parlament von der Richtigkeit der Realpolitik Bismarks überzeugt (convinti).

krieg gegen frankreich

Das Ziel Bismarcks war ein Zusammenschluss (unione) aller deutschen Fürsten unter preußischen Führung. Das Mittel dazu war ein Krieg gegen Frankreich, das die Macht eines geeinigten Deutschlands fürchtete. Es kam zur Kriegserklärung (dichiarazione di guerra) Frankreichs an Preußen. Eine Welle (onda) nationaler Begeisterung (entusiasmo) vereinte die Deutschen im Norden und im Suden. Nach wenigen Wochen war Frankreich Besiegt (sconfitta).

1871: die deutsche einheit, das keiserreich der hohenzoller

Am 18. Januar 1871 Deutschland, das durch die militärische Macht Preußens geeinigt worden war, wurde zu einem Bundesstaat. Die Verfassung des neuen Kaiserreiches ging aber nicht vom Volk aus, sondern war ein Werk Bismarcks. Die oberste Staatsgewalt (autorità) war der Kaiser.

dreiklassenwahlrecht

Es wurde ein fortschrittliches demokratisches Wahlrecht (diritto di voto) eingeführt. In Preußen galt das Dreiklassenwahlrecht, das die Wähler in drei Gruppen teilte: die Reichen (2%), der Mittelstand (12%) und die große Masse (80%). Jede der drei Schichten erhielt die gleiche Anzahl (quantità) on Abgeordneten (delegati). Dieses Wahlsystem wurde vom Volk „das Groschenwahlrecht“ genannt, weil es auf Geld basierte.

parteien im reichstag

Die größten Parteien waren „rechts“ die Konservativen, links die Sozialdemokraten und in der Mitte die große Mehrheit: den Nationalliberalen, den Katholiken und einige kleine Parteien, die vor allem das Kleinbürgertum vertraten. Die Katholiken und Sozialdemokraten wurden als „Reichsfeinde“ betrachtet.

kulturkampf

Gegen die katholische Kirche entfesselte (scatenare) Bismarck den so genannten „Kulturkampf“ :verschiedene Maßnahme beschränkten die Macht der Kirche in Deutschland. Der Kulturkampf endete 1878, als Bismarck die Unterstützung des Zentrums im Reichstag (dieta dell’impero) brauchte.

sozialistengesetzte

Als 1878 zwei Attentate auf den Kaiser verübt (commettere) wurden, ergriff (prendere) Bismarck die Gelegenheit, um die Sozialdemokratie zu verbieten (proibire) und die Sozialistengesetze) zu erlassen (emanare).

aufschwung der wirtschaft

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts begann auch in Deutschland die eigentliche industrielle Revolution mit Eisenbahnbau, Schwerindustrie und Werkzeugmaschinenindustrie. Aktiengesellschaften und Grossbanken entstanden, um die neuen Unternehmen (imprenditori) zu finanzieren. Der wirtschaftliche Aufschwung (slancio) und der wachsende Wohlstand (benessere) des Bürgertums, das sich zu einem kapitalistischen  Stand entwickelt hatte, vertieften den Klassenunterschied.



das proletariat

Billige Arbeitskräfte wurden von arbeitslosen Handwerkern und Landproletariat gestellt. Sie strömten in die Grossstadte, wo sie in schlechten Bedingungen leben mussten: ein Arbeitstag von 18 Stunden, miserable Lohne und Kinderarbeit.

die gewerkschaften und die spd

Mit den kapitalistischen Theorien von Karl Marx begann sich das Proletariat auch politisch zu organisieren. Obwohl die ersten Arbeitervereinigungen unterdruckt worden waren, ging der Zusammenschluss (unione) zu Gewerkschaften und Parteien weiter. 1863 gründete Ferdinand Lassalle den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“: er forderte Produktionsgenossenschaften und Teilnahme des Arbeiterstandes an der politischen Macht durch Wahlrecht. 1869 wurde die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei“ (SDAP) gegründet, die sich auf die Lehre von Karl Marx stutzte. 1875 entstand durch Zusammenschluss die SPD, damit die älteste Partei Deutschlands.

DER REALISMUS

Es führte zu einer utilitaristischen Lebensauffassung, einem materialistischen Fortschrittsglauben und zur Ablehnung der alten Ideale und zur Loslösung der idealistischen Philosophie: es war die Folge des Aufkommens materialistischer und positivistischer Theorien und der Politisierung des Lebens.

PHILOSOPHIE

Der Idealismus der Klassik und Romantik wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom „Materialismus“ verdrängt. Sehr wichtig sind Feuerbach, Strauss und Marx (mit seinen Studien auf die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit).

Karl Marx (1818 – 1883)

Der Ausgangspunkt des Marxschen Denkens war Hegels Dialektik (er hat revolutionäre Prinzip). Die dialektische Entwicklung verwirklicht sichin den materiellen, wirtschaftlichen Verhältnissen. Marx wendet den dialektischen Materialismus auf das gesellschaftliche Leben an, mit dem Zweck, es zu verändern. Die Basis des gesselschaftlichen Lebens ist die Produktionsweise der materiellen Güter. Dazu gehören die materiellen Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse. Die progressive Entwicklung der Produktivkäfte hat in der geschichte den Übergang von der Urgemeinschaft zur antiken Sklaverei, von da zum Feudalismus und von da zur kapitalistischen Gesellschaft verursacht. In seinem Hauptwerk Das Kapital (1867) begründet er den wissenschaftlichen Sozialismus und studiert die kapitalistische Gesellschaft: es gibt zwi Klassen gegenüber, die Kapitalisten, die die produkionsmittel besitzen, und das Proletariat, das nur seine Arbeitskraft besitzt und von den Kapitalisten ausgebeutet wird, da der arbeiter mit seiner Arbeit mehr an Werten schafft, als er als Lohn erhält (Mehrwerttheorie). Die Arbeitgeber häufen immer mehr Kapital an und fassen die Arbeitermassen in gewaltigen Grossunternehmen zusammen. Die Arbeiter werden immer niedriger wegen der Technisierung und rebellieren gegen das kapitalistische System (Revolution).

Mit dem Manifest der kommunistischen Partei (1844) trat Marx für die revolutionären Interessen des Proletariats ein und wandten sich direkt an die Arbeiter als Subjekte der Geschischte.

KUNST

Es ist schwer, den Begriff Realismus in der bildenden Kunst zu definieren und ihn von anderen Stilrichtungen, wie z.B. dem Naturalismus, zu unterscheiden. Eine treffende Definition für Realismus gab Coubert in seinem Realistischen Manifest: realistisch ist die blosse Darstellung der Dinge, die der Künstler sehen und berühren (durch anatomische Richtigkeit, topographische Genauigkeit und echte Perspektive) kann.

Die neuen Themen sind die Arbeitswelt oder das proletarische und bäuerliche Milieu.

LITERATUR

'poetischer realismus'

Für die literarische Epoche (1848 – 1880) wurde vom Theoretiker Otto Ludwig der Begriff „poetischer Realismus“ geprägt, der auf die Polarität von Subjektivismus und Objektivismus hindeutet. Die deutsche Realisten beschäftigen sich mit der Wirklichkeit, vermeiden die freie Einbildungskraft und jedes Phantasieren, behandeln subjektiv.

verklärung der wirklichkeit

Unter dem Begriff Realismus verstehen die Autoren “die künstlerische Wiedergabe des Lebens“. Das Subjekt bleibt im Realismus weit wichtiger als das Objekt (hat nicht mit der Tradition der Romantik ganz gebrochen). Ihnen fehlt der Anhaltspunkt der idealistischen Philosophie, für die das Ich der Schöpfer der Wirklichkeit war.

gottverlust

Die Harmonie zwischen Ich und Welt ist verlorengegangen  und mit ihr auch der absolute Glaube an eine höhere normative Instanz („homo homini deus“). Das Hauptproblem des Realismus ist die Auseinandersetzung des subjektiven Ich mit einer objektiven Welt.

unterschied zum naturalismus

Realismus ist im Gegensatz zum Idealismus, aber auch zum Objektivismus der Naturalisten, die tatsächlich gewissermaßen objektiv, neutral die negativen und krankhaften Aspekte des Lebens schildern.

besonderheit des deutschen realismus

Um “die Poetisierung inmitten des Prosaischen” zu verwirklichen, wandten sich die Realisten dem Bereich des Privaten, der Familie, der Heimat zu, so dass ihr Werk meist einen regionalen Charakter hat. Die Probleme und Konflikte der frühkapitalistischen Gesellschaft bleiben aus ihren Werken. Die deutschsprachigen Realisten sind in Stoff, Sprache und Stimmung mehr landschaftlich geprägt und gefärbt und auf einen begrenzten Lebenskreis gerichtet. Während sich in Frankreich und in England eine gesellschaftliche Erzählkunst für die gesamte Nation entwickelte, gelang es dem deutschen Roman nicht, in eine europäische Weite vorzudringen.

der begriff 'volk'

Das Volk ist für die Realisten kein politischer Begriff. An den Tugenden des Bürgerstandes, Tüchtigkeit, Treue, Familienliebe, wurde von den Realisten zwar festgehalten, andererseits aber wurde die Entwicklung des Bürgertums zum Kapitalismus als eine groβe Gefahr empfunden.

'bürgerlicher realismus'

Die zweite Bezeichnung, das bürgerliche Realismus, bezieht sich auf den sozialen Stand, dem die Autoren entstammen und zu dem ihre meisten Hauptgestalten gehören: dem bürgerlichen Mittelstand.

Psychologische konflikte

Vor dieser Welt wird die umgrenzte Perspektive des Lebens des einzelnen, mit seinen individuellen psychologischen Konflikten dargeboten.

das allgemaingültige gesetz

Die realistischen Autoren versuchen die tiefere, verbindliche Gesetzlichkeit des Lebens als Ganzheit zu verdeutlichen. Die Milieuschilderung dient hier dazu, den Menschen in seiner Auseinandersetzung mit den materiellen Verhältnisse darzustellen, während er im Naturalismus deren Opfer und Produkt wird.

goethe: der erste realist

Goethe wird als den ersten Realisten verehren. Der Roman, den sie am meisten schätzen, ist Wilhelm Meister Wanderjahre, in dem ihm das harmonische Gleichgewicht zwischen Ich und Welt, Atem und Neuem, gelungen war. Diese Forderung nach Harmonie ist für die Realisten aber, wegen der sozialen Umstände, unrealisierbar. Die Unmöglichkeit, die verlorene Harmonie wiederherzustellen, erzeugt das Gefühl einer Resignation.

humor

Der Humor ist ein Kunstmittel, das dem realistischen Dichter eine 'künstlerische Wiedergabe der Wirklichkeit' ermöglicht, obwohl er oft einen tiefen Lebenspessimismus nur äßerlich überdecken kann. Der Humor der Realisten ist nicht so scharf(tagliente) wie die romantische Ironie, aber materieller und mündet manchmal ins Groteske.

landschaft

Die Gestalten werden von den Realisten immer in engem Zusammenhang mit der Natur dargestellt; Landschaft und Natur werden in enge Beziehung zu den Menschen, die dieser Landschaft angehören, gerückt: daraus kann sich eine ruhige und entspannte Stimmung ergeben.

sprache

Die Sprache der Realisten ist eine reine, hochdeutsche, sachliche(oggettiva) Sprache, die aber alle Extreme vermeidet(evitare), sowohl übertriebene Komik als auch gesteigertes Pathos. Die Schriftsteller bemühen sich um eine Annährung(avvicinamento) an die Alltagsprache, um Verständlichkeit und um die Integration der einzelnen Elemente der Erzählung.

GATTUNGEN

prosa

Die Prosa ist die geeigneteste Form zu Darstellung der 'prosaischen' Realität, dabei ist die Novelle die beliebteste Gattung der Realisten, weil sie ihnen die Möglichkeit gibt, einen begrenzten Wirklichkeitsausschnitt zu schildern. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seinem Verhältnis zu den Mitmenschen und zur Heimat; der dörfliche Alltag bildet den Hintergrund. In diesem Bereich werden oft die Form der Chronik, der Rahmenerzählung und die Erinnungsnovelle verwendeet.

Autoren: Storm, Keller, Meyer.

Beliebt sind der Bildungsroman und der historische Roamn; mit dem Gesellschaftsroman setzen sich die regional orientierte deutsche Realisten kaum auseinander.

lyrik

Die besten Leistungen in der Lyric erzielen das Eerlebnisgedicht(Storm), das Naturgedischt(Keller und Storm) und die Ballade(Fontane und Meyer)

drama

Das Drama gab die beste Möglichkeit zur Darstelung von Konflikten; es steht im Wiederspruch zum Anliegen der Realisten






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